01.08.2017

Interview mit pka-Designerin Monika*:

Monika, wie wird man Designerin für Berufsbekleidung?
 
Monika: „Ich bin Diplom-Ingenieurin für Bekleidungsgestaltung. Im Grundstudium in Mönchengladbach, musste ich erstmal Fächer wie Physik, Chemie und Maschinenbau bestehen, bevor es dann an die gestalterischen Fächer ging.

In Mönchengladbach und Düsseldorf gebe ich mein Wissen jetzt auch als Dozentin weiter. Und zusätzlich bin ich Designerin für pka-Berufsbekleidung.

Welche Unterschiede gibt es für eine Designerin zwischen dem Designen von Fashion und von Berufsbekleidung?
Monika: Wer sagt denn, dass Berufsbekleidung keine Fashion ist? Berufsbekleidung ist sehr anspruchsvoll, weil sie hohen Belastungen standhalten, sich im Berufsalltag als praktisch und bequem erweisen UND modisch sein muss. Denn heutzutage ist man – Gott sei Dank –  vom klassischen Blaumann abgekommen. Berufsbekleidung ist Fashion!

 
Wie lange dauert es bis eine neue Kollektion fertig gestellt ist?
Monika: Mindestens ein Jahr. Ich kann mich nicht einfach an den Schreibtisch setzen und "wild darauf los zeichnen". Wichtig ist zum Beispiel Recherche und gute Vorarbeit. Auch die Stoffe müssen ausgewählt werden. Da gibt es ständig neue Innovationen.

 
Wie sieht die Recherche aus?
Monika: Ich stelle einfach ein paar indiskrete Fragen, sobald mir jemand in Berufskleidung begegnet:
Was ist denn das für eine Jacke?
Darf ich mal das Material fühlen?
Ist die Hose bequem?
Wie lange haben Sie sie schon? …
Wenn ich nicht weiß, was sich die Träger von ihrer Bekleidung wünschen, was ihnen gefällt und was nicht, dann kann ich keine vernünftige Arbeit machen.

Danke Monika, viel Erfolg und Freude an Deinen weiteren Entwürfen!
(*Name von der Redaktion geändert)

 

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